Blasmusik hautnah – Musizieren mit den Wadlbeissern

Seminarnummer 1018

Datum:

Freitag, 8. Juni 2018 – 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Ort:

LMS Mettmach (4931 Mettmach, Schulstraße 20)

Referenten:

  • Peter Fliecher
  • Johannes Hötzinger
  • Stefan Spieler
  • Raphael Trautwein

 

Zielgruppe:

Alle Interessierten

 

Anmmeldung auch für Register oder Ensembles zu folgenden Themen möglich:

  • Marsch-/Polkaphrasierung
  • "Wenn der Marsch grooved" (Begleitung)
  • Probenarbeit mit kleinen Besetzungen / fixen Ensembles / Böhmischen

 

20:00 Uhr Abschlusspräsentation beim Musikfest Mettmach

 

Seminarbeschreibung:


Blasmusik kann alles sein!

Blasmusik beschränkt sich ja mittlerweile nicht mehr auf Polka, Walzer und Marsch. Blasmusik ist so vielfältig wie die Musik an sich, zeitgemäß und originell, und natürlich hat einerseits der technische Fortschritt der Instrumente und andererseits das immer höher werdende Niveau der Blasmusiker, egal ob jung oder alt, ganz viel dazu beigetragen, dass sowohl der Rainermarsch als auch ein Popsong von Robbie Williams noch nie so gut geklungen haben wie in der heutigen, unsrigen Zeit.

Notenlesen zu können ist schon mal die halbe Miete, jedoch, muss wirklich alles genau auf- und ausgeschrieben sein, damit man es spielen darf? Ein anderes Mal wiederum denkt man sich: Schade, wär eigentlich eine super Nummer, nur leider die falsche Besetzung!

Stimmt aber so nicht!
Weil, wie heißts schon im Lotto? - Alles ist möglich!

Und genau hier kommen die Wadlbeisser ins Spiel.
Sie hatten immer schon Respekt vor guter Musik aber auch überhaupt keine Scheu, diese umzuformen, einzubinden und für sich brauch- und spielbar zu machen. So entstanden Medleys, in denen altbekannte Melodien auf Zeichentrickserienmusik treffen, Evergreens der Schlagermusik sich mit Opernarien kombinieren, Filmmusik Hand in Hand mit einer böhmischer Polka daherkommt. Sie sind Meister genau dieses Fachs!

Und nicht nur sie, sondern jede und jeder Instrumentalist kann das.

Weil mit der richtigen Anleitung und Herangehensweise ist alles erlaubt und alles spielbar.

Und es ist gar nicht so schwer, irgendwie geht’s immer.

Improvisieren gab es zu jeder Zeit der Musikgeschichte, schon im Barock z. B. bei Händel war es gang und gäbe und sogar erwünscht, dass nicht immer alles notengetreu wiedergegeben werden musste. Macht‘s ja auch spannend, wenn ein und dasselbe Stück bei verschiedenen Interpreten ganz anders klingt, oder einfach nur sogar beim Da Capo plötzlich ausgeschmückt daher kommt.

Falsche Besetzung? Nein, weil geht nicht, gibt’s nicht! Was nicht passt, wird passend gemacht.

Genau darauf zielt dieser Workshop ab:

Verschiedenste Besetzungen spielen Musik, die für genau diese Besetzung sicher nicht geschrieben wurde.


Verschiedenste Genres werden blasmusikalisch vertont. Damit hätte ein Bruno Mars wohl nicht gerechnet, dass eine Tanzlmusi seinen „Lazy Song“ aufführt.

  • Ob Popensemble (was spiel ich am Klavier, dass das „Let it be“ gut klingt? Wer spielt die Melodie? Wie muss ich mit dem Flügelhorn transponieren? Und was macht der Backgroundchor?)
  • oder Bradlmusik (Wer soll wann mit wem zusammenspielen? Warum klingt die Terz doch nicht immer gut? Was mach ich mit 15 Trompeten und 1 Tuba?)
  • oder Singer/Songwriting (Ich will einen Song komponieren, wie mach ich das??)
  • oder Steirische spielen (Wie begleite ich bei einer Tanzlmusi, was spielt man im Duett mit der Steirischen, wie spiele ich einen schönen Walzer wirklich schön?)
  • oder Tanzlmusi. (Welche Funktion habe ich im Ensemble? Darf der Bass auch mal Melodie spielen?)


Aber das sind ja alles nur Beispiele.
Im Endeffekt machen wir das, worauf ihr Lust habt
Oder was uns sonst noch so einfällt.
Hängt ja auch davon ab, wer zu uns mit welchen Wünschen kommt.
Und das vielleicht ganz ohne oder zumindest mit wenigen gedruckten Noten.

Improvisieren ist alles, weil wie heißt‘s schon im Lotto: Alles ist möglich!
Wir freuen uns auf euch!

Seminarbeitrag:

EUR 20,--

Der Kostenbeitrag ist vor Seminarbeginn auf das Konto des OÖ. Blasmusikverbandes bei der Raiffeisenbank Region Hausruck einzuzahlen. IBAN: AT98 3425 0082 0351 2100 BIC: RZ00 AT2L 250. Als Verwendungszweck bitte Name des Seminarteilnehmers und die Veranstaltungsnummer anführen.

Anmeldung:

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Informationen zu den Referenten:

Peter Fliecher (Trompete):

Peter Fliecher wurde 1981 in Admont in der Steiermark geboren.
Ab dem Jahr 1994 bekam er Unterricht an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz bei Prof. Josef Eidenberger und erhielt 1999 den Förderungspreis der Wiener Symphoniker. Im Jahr 2006 schloss er an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz seine zweite Diplomprüfung mit Auszeichnung ab. Von 2000 bis 2001 studierte er zusätzlich an der Universität Mozarteum Salzburg bei Prof. Hans Gansch.
Der Trompeter ist sowohl als Solist als auch als Kammermusiker sehr aktiv. Beim Symphonieorchester des Bayrischen Rundfunks, beim Orchester der Bayrischen Staatsoper, bei den Münchnern Philharmonikern, bei den Wiener Symphonikern, dem Orchester der Volksoper Wien, dem Bruckner Orchester Linz und am Mozarteum Orchester Salzburg war er bereits als 1. Trompeter engagiert. Außerdem gab er Solokonzerte mit dem Orchester der Anton Bruckner Privatuniversität, dem Innviertler Symphonieorchester, dem Streichorchester der Gardemusik Wien, dem Imperial Orchester Wien, der Militärmusik Oberösterreich, dem Symphonischen Blasorchester Ried im Innkreis und dem Ensemble Linz. Unter Orgelbegleitung trat er u. a. im Neuen Dom in Linz, im Wiener Stephansdom, sowie im Linzer Brucknerhaus als Solist auf.
Mit dem Ensemble Kontrapunkte, dem Ensemble „die reihe“, dem Klangforum Wien sowie dem Theophil Ensemble Wien ist er kammermusikalisch immer wieder tätig. Peter Fliecher ist Mitglied der Innviertler Wadlbeisser und hat bereits mit den Ensembles Mnozil Brass, Art of Brass Vienna und Pro Brass in Kooperation konzertiert.
Seit 2014 ist er Professor für Trompete an der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien.
Peter Fliecher ist seit 2001 stellvertretender Solotrompeter des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien.


Johannes Hötzinger:
  • bekommt im Alter von vier Jahren eine Bontempi Orgel und probiert darauf so hartnäckig herum, dass ihn seine Eltern mit sieben Jahren in die LMS Ried/Innkreis schicken, damit er bei Mag. Franz Strasser endlich richtig Klavier spielen lernt.
  • Mit 10 Jahren erste Versuche auf der Trompete, ebenfalls bei Franz Strasser, die sein kleiner Bruder als „Mama, hör mal, jetzt schreit die alte Kuh wieder!“ abtut.
  • Trotz dieser nicht gerade motivierenden Aussagen folgen am Klavier dann nach und nach die erste und zweite Übertrittsprüfung, und mit der Trompete schafft er es sogar bis zum Goldenen Leistungsabzeichen.
  • Nach Matura und Bundesheer beginnt er das Schulmusikstudium A1/A2 und IGP Trompete am Mozarteum Salzburg bei Prof. Gottfried Menth (Trompete) und Prof. Stan Ford (Klavier), welches er am 25.5.2001 (A1/A2) und  am 12.6. 2002 (IGP) mit Auszeichnung abschließt.
  • Er kann aber von Salzburg nicht lassen und studiert ab 2001 bei Prof. Hans Gansch Konzertfach Trompete, welches er am 4.5.2005 mit Auszeichnung abschließt.
  • Er unterrichtete bis Juli 2005 Trompete und Klavier am BORG Ried/Innkreis, wo ihn die Lehrer schon als Schüler kannten und schätzten (?).
  • Seit 2005 unterrichtet er am musischen BORG Wien I, Hegelgasse 12, Musikerziehung, Klavier und Trompete.


Nebenbei wirkt(e) er u.a. bei musikalischen Ensembles mit:

  • Substitutentätigkeit beim Mozarteum Orchester Salzburg (u.a. Mitwirkung Bühnenmusik Salzburger Festspiele: Don Carlos 2001/2003 Turandot 2002), Volksoper Wien (Tourneen nach Deutschland, Japan), RSO Wien, Ambassade Orchester Wien u.a.
  • Wiener Strauss Capelle (Tourneen nach China, Indonesien, Brasilien, Russland, Kroatien uvm.)
  • Innviertler Symphonieorchester
  • Sinfonisches Blasorchester Ried
  • Innviertler Wadlbeisser (www.innviertler-wadlbeisser.at)
  • Musikverein Mehrnbach (auch als Leiter der Jugendkapelle)
  • BO Big Band Ried
  • Blaskapelle Ceska (mit Tourneen nach China, Vietnam)

 

Stefan Spieler:

(Bass-)Posaune/Tenorhorn

1982 in Ried im Innkreis geboren, begann er im Alter von 10 Jahren das Tenorhorn bei Franz Eder in der LMS Ried zu erlernen.

Durch den Schulwechsel ins Musikgymnasium Linz begann er ein Vorbereitungsstudium in der Posaunenklasse von Prof. Josef Kürner an der Anton Bruckner Privatuniversität. Nach der Matura 2002 folgten der Abschluss des Bachelor- und Masterstudiums Konzertfach mit Auszeichnung, sowie 2008 des pädagogischen Bachelorstudiums, ebenfalls mit Auszeichnung. Das Schwerpunktstudium Tenorhorn absolvierte er bei Johann Reiter.

Substitutentätigkeiten u.a. bei:
Tonkünstlerorchester Niederösterreich, Landestheater Innsbruck, Volksoper Wien, Pro Brass

Mitglied bei:
Innviertler Wadlbeisser, Innviertler Symphonieorchester, Kurorchester Bad Ischl, European Brass, Innviertler Tanzlmusi, Trombproject

Seit 2007 ist Stefan Spieler Kapellmeister in seiner Heimatgemeinde Mehrnbach. Von 2009 bis 2016 unterrichtete er an der Musikschule der Stadt Linz und seit 2010 ist er als Lehrer für Posaune und Tenorhorn/Euphonium im Landesmusikschulwerk OÖ tätig.

Raphael Trautwein:

Raphael Trautwein wuchs im oberösterreichischen Grünau im Almtal auf. Umgeben von Brauchtum und Blasmusik, aber auch von Rock, Grunge und Pop aus den für die 90-Jahre üblichen Medien wie Radio, TV, MC und CD. In der Landesmusikschule Scharnstein erhielt er Unterricht in Schlagwerk, Tenorhorn, Posaune und Gitarre. Nach den typischen Stationen wie Musikkapelle, Weisenbläserquartett, Schülerband und RockBand Contests, verschlug es ihn im Alter von 16 Jahren nach Wien, wo er ein Konzertfachstudium Posaune an der Universität für Musik und Darstellende Kunst besuchte. In dieser Zeit stieß er auch zu den Innviertler Wadlbeissern. Nach dem Studium folgte der Weg ins Tiroler Symphonieorchester Innsbruck. Seit ein paar Jahren lebt Raphael Trautwein wieder in Oberösterreich. Er ist freischaffender Musiker, Arrangeur, schreibt gerne Lieder und beschäftigt sich mit Grafik und Ton im Bereich Werbung und Marktkommunikation.